Affischaften aus bloßem Eigennutz?
Mittlerweile verhärtet sich mein Eindruck, dass Affischaften immer weniger wert werden. Inzwischen häuft man sich nur noch eine Ansammlung unzähliger Seiten zusammen; Hauptsache der Link der eigenen Seite kommt soweit wie möglich herum. Dabei sind es besonders die großen Grafikseiten, bei denen man unbedingt seinen Button unterbringen will.
Die Frage ist aber: Was kommt nach der Verlinkung?
Bei gefühlt der Hälfte bekommt man den Eindruck, dass es das dann auch war. Kein Kontakt zwischen Websitenbetreibern, ja nicht mal ein unregelmäßiger Kommentar – stattdessen wird sogar oft noch erwartet, dass man selbst sich meldet.
Ist es nicht so, dass man sich dadurch irgendwie „benutzt“ fühlt? Bedeutet eine Affischaft nicht auch eine Partnerschaft zwischen Websiten?
Ziemlich dreist ist auch die Art, wie neue Affis gesucht werden. Meist hat man sich nicht mal mit der Seite oder dem Menschen der dahintersteckt auseinandergesetzt. Ein ansprechendes Layout und ordentliche Besucherzahlen reichen erfahrungsgemäß aus, um einen Kommentar im Sinne: „Lust auf eine Affischaft?“ vorzufinden.
Spricht man jemanden darauf an, dass eine Affischaft jedoch an die Bedingung geknüpft ist, dass unsere Seiten weiterhin in Kontakt bleiben, dann kommt daraufhin nichts mehr. Anscheinend brechen sich viele damit einen Zacken aus der Krone. Aber genau in solchen Momenten sieht man, was eigentlich gewollt ist. Nur die Verbreitung des Links.
Wo wird näher auf mich eingegangen und wo bekomme ich vermittelt warum ausgerechnet meine Seite es wert ist, Affi zu werden? Ist es etwa nur wegen eines netten Mainlayouts?
Irgendwie ist diese Oberflächlichkeiten schon enttäuschend. Ich, die selbst einen kleinen Blog besitzt, will als Affi keine Seiten, die glücklich darüber sind, mit mir verlinkt zu sein, weil ihnen mein Layout gefällt.
Immerhin habe ich Persönlichkeit und gerade bei einem Blog geht es ja um mich. Was auch die Tatsache betrifft, dass ich nicht irgendein Affi, sondern Tanya bin, und auch so genannt werden möchte.
Â
Stimmen anderer Webmaster:
“Man verlinkt sich gegenseitig, weil man sich persönlich mag, zusammen chattet, sich gegenseitig hilft oder weil man einfach den anderen gut leiden kann. Für alle anderen Seiten, die man verlinken möchte, mit denen man aber nicht so viel am Hut hat, ist die Buttonwall oder Linkliste gedacht.”
~ Zitat von NiniEngel
“Ich finde, um jemanden als “Affi” bezeichnen zu können, muss schon Kontakt bestehen. Einfach ein Button irgendwo, das reicht nicht, dass ich jemanden als Affi bezeichnen kann – da muss schon in irgendeiner Form kommuniziert werden, sei es durch Messanger oder einfach Kommentare in News.”
~ Zitat von Aki
“Also für mich ist eine Affiliation das gleiche wie eine Partnerschaft. Ich versuche zwar mit den Leuten mit dennen ich verlinkt bin Kontakt in Form von Kommentaren zu halten, aber wenn ich merk da kommt nichts dann ignoriere ich sie und irgendwann lösch ich sie vielleicht mal.”
~ Zitat von Hachi-San
“Was mir da eher gegen den Strich geht, ist die ‘verkommene Mode’, das man seine Affiliates in eine Unterseite packen muss, möglichst noch zusammen mit 45354 anderen Links.”
~ Zitat von Sasu
Â
Gerade das Affi-Thema ist eine Sache für sich, bei dem jeder seinen Teil dazu betragen kann. Fühlst du dich vielleicht angesprochen und hast Lust deine Meinung abzugeben, dass diskutiere hier einfach mit: Affilates – Trend oder Freundschaft?






